Mittwoch, 21. Juli 2010

Auszeit - Zwischenbilanz

Vier Monate sind fast vorbei.
In den Monaten April und Mai war ich mehrmals für insgesamt vier Wochen in einem buddhistischen Kloster. Der Aufenthalt dort hat mich sehr beeindruckt. Den Frühling und das Wunder der Natur konnte ich mit allen Sinnen wahrnehmen. Viele Ansichten wurden relativiert. Ich bin zur Ruhe gekommen.

Die Monate Juni und Juli habe ich genutzt, um mich neu zu orientieren. Ich war auf der Intersolar in München, habe in der Utopia-Redaktion vorbeigeschaut, war bei einem Vortrag von Jane Goodall und beim GreenCamp der KarmaKonsum-Konferenz in Frankfurt. In Herne habe ich mir ein Mehrgenerationen-Passivhaus-Projekt angeschaut. Und ich habe viel gelesen.

Gibt es die Möglichkeit, in Einklang mit sich, der Natur und den Mitmenschen zu leben, ohne dafür auszusteigen?

Ich habe die Hoffnung, dass es gelingen kann, den Komfort auf einem gewissen Niveau zu halten durch geschlossene und somit auch nachhaltige Kreisläufe. Ein Passivhaus und die Möglichkeit, Obst und Gemüse selbst anzubauen, wären da schon ein passender Ansatz.

Im Moment habe ich noch nicht definiert, wie viel Mindest-Konsum mir wichtig ist. Im Moment möchte ich z.B. nur ungern auf Laptop und WLAN verzichten. Vielleicht wird mir dabei die Aktionswoche noch neue Erkenntnisse liefern.

Ab September habe ich eine neue Stelle in der Solarbranche, in der ich die vergangenen 9 Jahre gearbeitet habe. In dem Job muss ich voraussichtlich viel reisen, u.a. mit dem Flugzeug. Ich sehe die erneuerbaren Energien als einen Baustein für das Modell Zukunft. Je mehr Solaranlagen gebaut werden, desto weniger abhängig sind wir von konventionellen Energieträgern. Dennoch finde ich es bedenklich, dass der ökologische Fußabdruck in der Solarbranche aktuell noch so groß ist. Ich wünsche mir, dass auch diese Branche sich um mehr Nachhaltikeit im Alltag bemüht. Dazu möchte ich beitragen und u.a. jede Dienstreise nach der Notwendigkeit hinterfragen.

Wir überschreiten Grenzen und riskieren damit Konsequenzen, die uns vielleicht bald schon brutal aus der glitzernden Wunderwelt dieser Überflussgesellschaft hier in Europa reißen werden. Vielleicht ist weltweit noch genug für alle da. Aber nur, wenn wir auch wirklich bereit sind, zu teilen und wenn wir unsere Anlagen zur Empathie-Fähigkeit voll entfalten. Es ist nicht genug für alle da, wenn wir nichts an unserem heutigen Lebens-Standard ändern, der auf Kosten von Mensch & Natur hier und an anderen Orten der Welt geht.

Utopia und die Diskussionen hier regen an und vielleicht entsteht daraus ja wirklich noch eine neue Wirtschafts- und Gesellschaftsform …

https://utopia.de/0/gutefragen/fragen/gibt-es-einen-lebensstil-der-es-der
https://utopia.de/0/blog/bio-lohas-fairtrade-oekos-und-die-restliche-welt/quo-vadis-menschheit-ein-unsachlicher

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Samstag, 17. Juli 2010

Worldchanging

Worldchanging.com is a nonprofit media organization headquartered in Seattle, WA, that comprises a global network of independent journalists, designers and thinkers. We cover the world’s most innovative solutions to the planet’s problems, and inspire readers around the world with stories of new tools, models and ideas for building a bright green future. We have brought awareness to issues like refugee aid, renewable energy and innovative solutions for improving building, transportation, communication and quality of life. Our readers are ready to change the world, and Worldchanging connects them with the latest ideas on how to do that.

Altbau wird Passivhaus

Mitfahrgelegenheit

http://www.mitfahrgelegenheit.de/
http://www.drive2day.de/
http://www.mitfahrzentrale.de/
http://www.mfz.de/
http://www.mifaz.de/
http://fahrtfuercents.org/
http://mitfahrclub.adac.de/

Mittwoch, 14. Juli 2010

Andreas Lenz: Gruppendruck, Gier und Verdrängung

Über psychologische Einflussfaktoren in Zeiten der Krise

Ein Vortrag der Ringvorlesung Umwelt an der TU München im Sommersemester 2010
Referent: Andreas Lenz, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie von Prof. Dr. Dieter Frey an der LMU München

Hier finden Sie den Vortrag als pdf-Datei zum Download: Download (0.1 MB)

Quelle: http://asta.fs.tum.de/asta/referate/umweltreferat/ringvorlesung-umwelt/archiv/archiv/ss-2010

Gefunden im Blog von Andreas Meißner: ÖKO-PSYCHO-BLOG (7): Verdrängung oder Verzweiflung? – Die psychischen Auswirkungen der Umweltdauerkrise

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Wohnen im Bauwagen

freirAUm e.V. in Alt-Ungnade, Landkreis Ostvorpommern
https://ssl.kundenserver.de/altungna.de/blog/

Mobile Homes / Bauwagenbörse
http://www.casaverde-immobilien.de/sonst/mobiles.html

    Dienstag, 13. Juli 2010

    Marke Eigenbau

    Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion
    Utopia: http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/186783
    Website: http://www.marke-eigenbau.org/

    Milch und Fleisch: Subvention und ihre Folgen

    Wie ist der Zusammenhang zwischen Kuh, Milch, Campina und der EU?
    Habe gerade gelesen, dass jede Kuh täglich mit ca. zwei Euro subventioniert wird. Im Internet habe ich dazu folgenden Artikel gefunden: Neun Euro pro Kuh von der EU (Reichenbacher Zeitung, 28.06.2010)

    Die EU-Agrarsubventionen werden im Internet veröffentlicht und können u.a. hier eingesehen werden: http://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/ So konnte z.B. die Campina GmbH in Köln im Jahr 2009 insgesamt 2 Mio Euro an Subventionen kassieren. Bloß: sie verarbeitet Milch lediglich weiter.

    Das Hin- und Hergeschachere von Subventionen gipfelt dann in der Forderung des Bauernverbandes Mitte 2009: 1,5 Millionen Kühe zum Schlachter - Radikale Methode: Millionen Kühe sollen geschlachtet werden, um den Preisverfall der Milch zu stoppen (Süddeutsche, 21.07.2009)

    Kleiner Exkurs ins Fleisch-Gewerbe: Millionenschwerer Rinderzüchter: Der Subventionsmeister (taz, 23.06.2009)
    Protest auf Agrarministerkonferenz in Plön: Agrarsubventionen müssen Tierschutz und nachhaltige Regionalentwicklung besser fördern! (Netzwerk "Bauernhöfe statt Agrarfabriken, 28/04/2010)

    Welche Konsequenzen haben solche Subventionen für den Menschen, die Tiere und die Umwelt?
    Und wollen wir das wirklich?!

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    Weltretter im Internet

    Gute Frage und Antworten bei Utopia: Weltrettende Communities im Internet?

    2010/07/arte-ich-kaufe-also-bin-ich.html
    2009/12/die-welt-retten-in-kleinen-schritten.html
    2009/12/recipes-for-disaster.html
    2009/06/einkaufsnetz-von-greenpeace.html
    2009/02/krise-als-chance.html

    Montag, 12. Juli 2010

    RTL Tofu Test



    RTL Test in einer Imbissbude mit versteckter Kamera. Statt Fleisch gibt es smilefood Tofu-Würstchen und Tofu-Schnitzel, wird man den Unterschied schmecken? Alle getesteten Produkte sind auf www.smilefood.de erhältlich. So können Sie den Test auch zu Hause durchführen :-)

    arte: Ich kaufe, also bin ich

    Kaufen steigert sich zum Zwang, Neues besitzen zu müssen. Die Freude an neu Erworbenem währt immer kürzer und das Konsumkarussell dreht sich immer schneller. Folgen sind unter anderem schwindende Rohstoffe und wachsende Müllberge. Der Themenabend zeigt zum einen am Beispiel der USA die Geschichte des Konsumverhaltens und zum anderen den Versuch einer Familie, sich durch bewussten Verzicht dem Konsumterror zu entziehen.

    Der Fluss

    Sein, wie ein Fluß,
    der still die Nacht durchströmt.
    Die dunkle Nacht nicht fürchten.
    Die Sterne wiederspiegeln, wenn welche am Himmel sind,
    und wenn Wolken den Himmel bedecken,
    Wolken, die Wasser sind, wie der Fluß,
    auch diese wiederspiegeln, ohne Schmerz,
    in den ruhigen Tiefen.

    (Manoel Bandeira, Der Fluß)

    Freitag, 9. Juli 2010

    Bloggende Frauen

    Links zu mehr als 50 Blogs von Frauen.

    Unser brennendes Haus



    Unser brennendes Haus from losdenken.de on Vimeo.

    Frederic Vester

    Arbeiten und Werkzeuge zum Vernetzten Denken:
    das Sensitivitätsmodell Prof. Vester® und das Computersimulationsspiel ecopolicy®

    http://frederic-vester.de/deu/aktuell/

    Frederic Vester
    Die Kunst vernetzt zu denken
    Ideen und Werkzeuge für einen neuen Umgang mit Komplexität. Bericht an den Club of Rome

    Zero Emission

    Zero Emissions Research and Initiatives (ZERI) ist ein globales Netzwerk kreativer Menschen, die Lösungen für die wachsenden Probleme dieser Welt suchen. Die Mitglieder widmen sich Herausforderungen, die anderen als unmöglich oder zu komplex erscheinen. Angefangen Netzwerkes, nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft zu suchen, inspiriert durch die Design-Prinzipien der Natur. ZERI-Teams entwickeln aus verschiedenen Lebensbereichen und Fachkenntnissen heraus innovative Projekte in vielen Ländern.

    http://www.zeri-germany.de/

    Dienstag, 6. Juli 2010

    Mobilität

    Ein interessantes Portal: http://www.greenmobility.de/

    Beschreibung: Die GreenMobility Plattform ist die erste integrierte Lösung zur Unterstützung einer klimafreundlichen An- und Abreise bei Events.

    Die An- und Abreise der Besucher ist verantwortlich für bis zu 90 Prozent der CO2-Bilanz großer Events wie Messen, Konzerte und anderer Veranstaltungen. Eine Optimierung dieser Mobilität birgt damit für den Veranstalter erhebliche CO2-Einsparpotentiale.

    Mit Hilfe der GreenMobility Plattform können sich Besucher und Teilnehmer über Mitfahrgelegenheiten und Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln informieren und so mithelfen, CO2-Emissionen zu minimieren. Der integrierte CO2-Rechner ermöglicht Besuchern zudem, ihren individuellen CO2-Fußabdruck einfach und bequem zu ermitteln und ihre CO2-Emissionen direkt kompensieren zu lassen. Auf diese Weise schafft die Mobilitätsplattform einen erheblichen Mehrwert, von dem nicht nur Veranstalter und Besucher, sondern auch die Umwelt und das Klima profitieren.

    Ein Produkt: http://www.raumobil.de/
    Mitfahrzentrale - Mitfahrgelegenheit - Raumvermittlung - Transporte - Portal für Privatlogistik 

    Mehr zum Thema bei Utopia: http://www.utopia.de/ratgeber/besser-leben-wagen-wechseln-oder-ganz-abschaffen-mobilitaet-auto-umwelt

    Freitag, 2. Juli 2010

    100% Erneuerbare Energien

    Gute Frage bei Utopia: Können wir Strom wirklich komplett aus regenerativen Energie-Quellen beziehen?

    Die Energiewende ist in vollem Gange. Doch eigentlich weiß keiner genau was in welcher Region bereits erreicht wurde. Die EnergyMap soll aufzeigen, wie nahe die einzelnen Regionen dem Ziel von 100% Erneuerbaren Energien bereits gekommen sind: http://www.energymap.info/energieregionen.html

    ForschungsVerbund Erneuerbare Energien: Studien & Stellungnahmen
    Hier finden sich Dokumente der Fraunhoer Gesellschaft, des ISFH, des SRU, des BEE, des WWF und weiteren Instituten, Organisationen und Firmen: http://www.fvee.de/politik/studien-stellungnahmen/

    Grillen ohne Fleisch

    Für grillfreudige Vegetarier: http://www.utopia.de/magazin/hoerbuch-tipp-utopia-verlosung-fuer-grillfreudige-vegetarier-gemuese-ist-mein-fleisch

    Seite des VEBU: http://www.vegetarisch-grillen.de/

    Greening the Schools

    Ideen und Erfahrungen zum Thema Umwelt, Energie und Schule, wie z.B. http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/187567

    Innovators for Sustainability

    ThinkCamp - Innovators for Sustainability
    http://www.thinkcamp.eu/

    ThinkCamp verwirklicht die Idee der Nachhaltigkeit durch zukunftsweisende Projekte und ein innovatives Bildungskonzept für eine ausgewogene wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Entwicklung.

    Donnerstag, 1. Juli 2010

    Kurzsichtigkeit

    Ein paar Fragen zur Standortbestimmung und Neuorientierung.
    Kurze Sicht: Wo stehe ich?

    Eigener Wohlstand: Was macht mich glücklich? Sind das materielle Güter? Wenn ja, welche? In materielle Güter investiere ich Zeit und Geld, sie nehmen Platz und nehmen mir unter Umständen die Mobilität. Ich muss in der Regel Geld verdienen, um mir materielle Güter zu leisten.Welche Freiheit habe ich noch mit materiellen Gütern?

    Soziales Miteinander: Wieviel Zeit verbringe ich mit Menschen vor Ort, wie viel Zeit verbringe ich im Internet? Gibt es Menschen, für die ich kein Mitgefühl empfinde und mit denen ich nur schwer oder gar nicht reden kann? Warum? Wie kann ich Mitgefühl entwickeln, falls ich es nicht empfinde?


    Mittlere Sicht: In welche Richtung will ich gehen?

    Wovon werde ich in der nahen Zukunft leben? Wie will ich leben? Mit wem will ich leben?


    Weite Sicht: Wo werden WIR in wenigen Jahren stehen?

    Welche Konsequenzen können die aktuelle Ausbeutung und Zerstörung natürlicher Ressourcen haben? Welche Konsequenzen kann die Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft haben? Welches könnte die gesündeste Gesellschafts- und Wirtschaftsform für Mensch und Natur gleichermaßen sein?

    Welchen Wert haben funktionierende Öko-Systeme? Welchen Wert haben Bäume? Welchen Wert haben Tiere? Welchen Wert haben Menschen?

    Welche Gruppen gibt es? Welche Grenzen gibt es zwischen den Gruppen? Können Menschen sich evtl. als EINE Gruppe auf einer begrenzten Erde verstehen, in der sie miteinander nach der besten Lösung für ALLE suchen?

    Meine Augen sind kurzsichtig. Könnte sich das ändern, wenn die Bilder, die in der weiten Sicht entstehen, nicht mehr so angsteinflößend sind? Reicht es, wenn ich einfach keine Nachrichten mehr lese und den Bildern keinen Raum mehr gebe? Brauche und kann ich einfach nur eine andere Brille aufsetzen mit der ich im Jetzt lebe und alles genieße, was jetzt ist, ohne in die Zukunft zu schauen? Habe ich Verantwortung für mein Handeln? Wenn ja, welche? Welchen Beitrag kann und will ich liefern? Wozu?

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    GreenCamp Workshops

    Workshop Themen Nr. 1-13:
    • Arne Steffen: LivingHub – ein Wohnmodell mit Weniger zum Mehr Details
    • Jochen Holtrup: „Das Gute“ als Unternehmenszweck Details
    • Thomas Petruschke: Von Äpfeln und Cowboys – was wir vom emotionalen Marketing lernen können Details
    • Stefan Kloß: Nachhaltige Geldanlagen Details
    • Maren Hessler http://www.exbuero.com/
    • Daniel Kruse: Bunte Straßen, blutiges Kit-Kat und rote Listen: Wie das Internet doch noch die Welt retten kann Details
    • Moritz Vohrer http://www.ecoscan.info/
    • Sonja Vollmer: Das Unternehmen sind wir – empowering a new spirit in business: Eine Organisationsvision aus Sicht der Mitarbeiter Details
    • Claudia Junker: Das bedingungslose Grundeinkommen Details 
    • Maren Hessler http://www.exbuero.com/
    • Katha Beck: Wir sind das Geld! Details
    • Bettina Sahling: Gute Nachrichten braucht die Welt: www.newslichter.de Details
    • Daniel Wyss: Eine zweite Bio-Revolution tut not – Biodiversität vs. Industrie-Bio Details
    • Volker Pohlueke : FairWork – Der Hybride Konzern von Menschen für Menschen Details
    • Maren Hessler http://www.exbuero.com/
    Vorschläge Nr. 14-18:
    • Michael Schmidt: Über die Kunst, Werte zu kommunizieren Details
    • Anke Lobmeyer: Nutzen von Verbrauchermacht Details
    • Krum Syarov: Die ganzheitliche Nachhaltigkeit – Zeichen setzen, Muster sein Details
    • Klaus Kruse: Nachhaltiger Konsum und Mitarbeiterdemokratie Details
    • Susanne Klaar: Sustainability Re-designed Details
    Alle 43 Vorschläge: http://karmakonsum.de/greencamp/referenten/

    Blog-Beitrag zur Veranstaltung: KarmaKonsum

      Internetprovider mit Ökostrom

      Frage und Antworten bei Utopia: Kennt jemand Internet Provider, die mit "echtem" Ökostrom arbeiten?

      z.B. http://www.greensta.de/, http://www.manitu.de/