Freitag, 31. Dezember 2010

Nachhaltiger Lebensstil?

Zum Ende des Jahres möchte ich noch einmal die Frage von David wiederholen: Gibt es einen Lebensstil, der es der eigenen Existenz rückblickend ermöglicht, dem Lebendigen mehr zu geben als zu nehmen?
Sprich: Gibt es einen Lebensstil, der nicht darauf aufbaut, dass wir die letzten Ressourcen aufbrauchen und dass wir weiter dazu beitragen, dass Tier- und Pflanzen-Arten in einem erschreckendem Tempo aussterben? Die Wüsten breiten sich weltweit weiter aus, genauso wie die Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir einen Weg finden, um einen gewissen Wohlstand zu sichern, ohne dafür unsere eigene Lebensgrundlage weiter zu zerstören.

Ich selbst arbeite seit vielen Jahren in der Solarbranche. Wie wird mein Gehalt finanziert? Die Kunden sind u.a. konventionelle Schweinebauern, konventionelle Industrieunternehmen, Privatpersonen, die ihr Geld auf die verschiedensten Arten verdienen etc. Im Einkauf wird nicht auf Nachhaltigkeit geachtet, weil sich höhere Preise nicht verkaufen lassen. Es gibt durchaus Kunden, die bereit sind mehr zu bezahlen. Wegen vermeintlicher Qualität. Aber selten bis nie wegen CSR Kriterien. Meiner Meinung nach ist es essentiell, dass externe Kosten in die Verkaufspreise ALLER Produkte eingepreist werden müssen. Hier müssen wir mehr Druck auf die Gesetzgeber ausüben!

Gibt es Prinzipien, die ich um keinen Preis verraten will? Ich habe bereits viele Kompromisse gemacht in meinem bisherigen Berufsleben, obwohl ich in einer vermeintlich grünen Branche arbeite. Bislang gehe ich davon aus, dass meine Einflussmöglichkeiten größer sind, solange ich innerhalb der Branche unterwegs bin. Oder muss ich meinen Job aufgeben, und mich in eine Einsiedelei zurückziehen, wo ich mir Nahrung und Kleidung aus der mich umgebenden Natur hole? Ohne Anbindung an die restliche Zivilisation? Frei nach dem Motto: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen System.“ Oder gibt es noch einen Mittelweg? Wie kann der aussehen?

Welche Waren und Dienstleistungen können einen Mehrwert schaffen, ohne dafür das Bio-Kapital auszubeuten und zu vernichten? Sprich: ein 1.000-jähriger Baum stellt seine ökologischen Dienstleistungen ein, sobald er abgeholzt und zu einer Hollywood-Schaukel verarbeitet worden ist, die einmalig einen gewissen Verkaufspreis erzielt. Wenn ich aber Wege finden kann, mit denen ausgediente Produkte wieder in den Materialkreislauf eingeführt werden können, so schone ich Ressourcen und schaffe ich über meinen Intellekt einen Mehrwert.

Das ist ein Ansatz auf den ich baue: Wir müssen Wege finden und weiter ausbauen, um die benötigten Ressourcen aus ausrangierten Produkten zurückzugewinnen, ohne weiter Ressourcen abzubauen. Der Ressourcen-Abbau in den empfindlichen Regionen dieser Welt muss gestoppt werden durch gute Lösungen vor Ort! Ausrangierte Produkte aller Arten gehören nicht in die Müllverbrennungsanlage, sondern in den Recyclinghof.

Mit dem Geld, das zurzeit auf mein Konto fließt, versuche ich, so bewusst wie möglich umzugehen. Darüber hinaus bin ich auf der Suche nach Gleichgesinnten, um alternative Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Ich wünsche Euch allen alles Gute für 2011! Es gibt noch viel zu tun.

Links:
https://utopia.de/0/gutefragen/fragen/gibt-es-einen-lebensstil-der-es-der
https://utopia.de/0/blog/beitrag/nachhaltig-leben-im-selbstversuch

Global Ideas

GLOBAL IDEAS zeigt Menschen und Projekte, die gegen die globale Klimaerwärmung mobil machen.

http://www.dw-world.de/dw/0,,13342,00.html

Donnerstag, 30. Dezember 2010

CSR in Deutschland

Corporate Social Responsibility

In Deutschland steigt die Zahl der Unternehmen stetig, die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und freiwilliges, gesellschaftliches Engagement in ihre Unternehmensstrategie integrieren. Diese gesellschaftliche Verantwortung will die Bundesregierung fördern.

Die neue Internetseite informiert über Grundlagen von CSR, internationale Leitsätze und Instrumente sowie über Handlungsfelder und Aktivitäten der Bundesregierung in diesem Zusammenhang. www.csr-in-deutschland.de ist ein weiterer Schritt hin zur Entwicklung einer nationalen CSR-Strategie.

http://www.csr-in-deutschland.de/

Mittwoch, 29. Dezember 2010

The Art of Living

http://artofliving.eu/worldmap/

Biologisches Leben

Menschen durchlaufen die gleichen Entwicklungs-Stadien wie andere Tiere:

Im menschlichen Organismus sind alle Informationen enthalten:

Luft, Wasser, Mineralien
Mikroorganismen, Planzen, Tiere

Tägliche Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland

2007 belegte die Siedlungs- und Verkehrsfläche 46 789 km² (entspricht 4 678 900 ha) oder 13,1 % der Bodenfläche Deutschlands (357 104 km² entspricht 35 710 400 ha). Davon entfallen 29 074 km2 oder 8,1 % auf die Siedlungsfläche und 17 715 km² oder 5,0 % auf die Verkehrsfläche.

Die bundesweite Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsfläche teilt sich auf in rund 74 ha pro Tag in den alten Bundesländern und rund 39 ha pro Tag in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin):

http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2898

Amaryllis nicht wegschmeißen!

Amaryllis-Pflege-Tipps:

Amaryllis-Zwiebeln brauchen während der Wachstumszeit regelmäßige gute Ernährung, damit sie für die nächste Saison ausreichend Nährstoffe einlagern können. Nach der Blüte tragen sie noch lange ihr zierendes, dickes Laub. Und so lange sollte man sie auch gießen und regelmäßig düngen. Wer die Amaryllis nach der Blüte nicht mehr sehen mag, kann sie ja an einen unauffälligeren Ort rücken, wo sie nicht stören – im Sommer auch draußen, dann aber halbschattig bis schattig, damit die Blätter nicht verbrennen.

Im August beginnt die Ruhephase der Amaryllis. Gießen und Düngung werden vollständig eingestellt und die Pflanze kühl gestellt (im Topf oder ausgetopft), z.B. im Keller. Da das Laub dann einzieht und Photosynthese damit nicht mehr nötig ist, kann es ruhig dunkel sein.

Im Dezember holt man die Amaryllis wieder raus, entfernt altes Laub, topft in frische Erde ein, fängt langsam mit dem Gießen an und stellt sie bei Zimmerwärme auf. Der Rest geht dann von selbst, wenn man regelmäßig gießt…

Ach so, noch eins: Amaryllis-Zwiebeln werden höchstens so tief gesetzt, dass der Hals noch aus der Erde herausragt.

Update vom Eintopfen Herbst/Winter 2007: Eine Amaryllis-Tochterzwiebel hat sich gebildet. Bei mir darf sie so lange an der dicken Amaryllis bleiben, bis sie kräftig ist und außen ein eigenes braunes Häutchen hat. Dann werde ich sie abtrennen und einzeln pflanzen.

Mittlerweile gibt's zahlreiche lesenswerte Kommentare hier untendrunter zur Amaryllis- / Amaryllis-Problemen: http://gaertnerblog.de/blog/2006/amaryllis-pflege-tipps/

Montag, 27. Dezember 2010

Let´s Make Money

Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Vier Kerzen

Vier Kerzen brannten am Adventskranz und draußen war es ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.


Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Es hat keinen Sinn, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen; denn die Menschen sind zu Egoisten geworden. Sie sehen nur sich selbst und sind nicht bereit einander glücklich zu machen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Verwundert schaute es die Kerzen an und sagte: "Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein."

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst, denn so lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG."

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.

Quelle: http://www.internet-maerchen.de/weihnachten/index.html

Kommentare (5)  

Sonntag, 12. Dezember 2010

Märchen

Märchenklassiker der Gebrüder Grimm neu verfilmt. Gedreht wurde auf romantischen Schlössern und in verwunschenen Wäldern in ganz Deutschland. Es entstanden viele zauberhafte Märchenfilme.

Alle Märchenfilme auf einen Streich:
http://www.rbb-online.de/maerchenfilm/index.html

https://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/

Zum Nachlesen: http://www.maerchenatlas.de/category/grimms-marchen/

Viele Filme sind bereits bei YouTube zu sehen:

Freitag, 10. Dezember 2010

Schwein gehabt

"Mein" Schweinchen darf weiterleben ;-)
Seitdem ich bei Utopia aktiv bin, habe ich ein Schweinchen als Profilbild. Ich hatte das Foto damals im Internet gefunden und somit kenne ich das Schwein auch nicht persönlich. Das ist jetzt gut ein Jahr her.

Die natürliche Lebenserwartung von Schweinen beträgt ca. 15-20 Jahre. Für ein Schnitzel kommen sie allerdings schon deutlich früher unters Messer. Oft bereits im Alter von 6 Monaten.

In einem österreichischen Projekt wurde das Leben von zwei Schweinen über 7 Monate lang begleitet und in Bild & Ton festgehalten. Die zwei Brüder wurden nach 4 Tagen voneinander getrennt. Danach führten bzw. führen sie zwei grundverschiedene Leben: http://www.pig-vision.com/2010/02/08/das-leben-der-pig-vision-schweine-ein-ruckblick/

Wenn "mein" Schweinchen sein Dasein in der Maschinerie der fleischverarbeitenden Industrie hätte fristen müssen, wäre es somit also schon längst tot und zu Wurst verarbeitet. So darf es hier aber "weiterleben" ;-)

---
Alle Blog-Beiträge zum Thema Fleisch:
Fleisch
Perlen vor die Säue
Schwein gehabt
 

Kommentare (2)  

Freitag, 3. Dezember 2010

Schäl Sick Brass Band

(ssbb) - worldmusic made in cologne (köln)
http://www.ssbb.de/

Hörbeispiele bei amazon
Hörbeispiele bei YouTube