Montag, 30. Januar 2017

Geburt (12/12)

Ich brauche den Schutz der Anonymität. Ist das wahr? 
Meine beiden Großmütter hatten einen Beruf erlernt und konnten sich selbst finanzieren. +++ Ich habe die Ahnung, dass Vorfahren der weiblichen Linie und eine Großtante der väterlichen Linie körperliche Gewalt erfahren haben, über die nicht offen gesprochen wurde. Die Frauen leben nicht mehr. +++ Meine Mutter hat als Kind einen verheerenden Bombenangriff überlebt.

Meine beiden Großväter befürworteten den Nationalsozialismus bis in die 1940er Jahre hinein. +++ In der Familie wurde nur wenig über die Eltern während des Nationalsozialismus gesprochen, was mich neugierig werden ließ. Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit unserer Familiengeschichte auseinandergesetzt. +++ Mein Vater hat als Kind Flucht und Vertreibung aus der Heimat überlebt.

In der Schule war die Nazizeit sehr präsent. Uns wurden Filme über den Holocaust gezeigt, wir lasen Bücher wie „der gelbe Vogel“, „die Welle“ und „das Tagebuch der Anne Frank“. Bilder und Texte berührten mich. Oft liefen die Tränen. Beim Sprachaustausch schämte ich mich manchmal, aus Deutschland zu kommen. Der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ ist eines der deutschen Worte, die neben „Kindergarten“ und „Energiewende“ auch international bekannt sind.

Ich selbst habe mir damals vorgenommen, mir alles anzuschauen und nicht wegzusehen. Was ich dann weltweit zu sehen bekam, war in der Tat sehr schwerverdauliche Kost.

In Kriegszeiten gibt es Menschen, die andere Menschen vergewaltigen und danach töten, wie beim Massaker von Mỹ Lai (Son My) während des Vietnamkrieges.
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_M%E1%BB%B9_Lai

In Friedenszeiten gibt es Menschen wie Joachim Kroll. Er war „der Menschenfresser von Duisburg“. Joachim Kroll wurde 1933 als sechstes von neun Kindern eines Bergmanns in Oberschlesien geboren. Mit dem Beginn der 1950er-Jahre kam Kroll nach Duisburg. 1976 wurde er gefasst, nachdem er ein vierjähriges Mädchen vom Spielplatz entführt, vergewaltigt und getötet hatte. 1979 begann der Prozess. 1982 wurde er wegen Mordes in acht Fällen und eines Mordversuchs verurteilt. Drei bis sechs weitere Morde tauchten nicht in der Anklageschrift auf. Sie konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Kurz nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1955 begann Joachim Kroll seine Mordserie. Diese Mordserie führte zu zahlreichen falschen Verdächtigungen von Männern, von denen sich einige deshalb umbrachten.
http://rainbop.blogspot.de/2015/10/die-wilde-rose.html

Joachim Kroll und seine Taten waren in den 1970er und 1980er Jahren in den Medien sehr präsent. Auch im Radio. Meine Mutter ließ das Radio oft laufen. So fand die Geschichte mit all ihren Details Zugang in die Gedanken- und Traumwelt eines kleinen Mädchens im Ruhrgebiet. Zum Zeitpunkt des Urteils war ich acht Jahre alt. Somit hat der Prozess meine gesamte Kindheit ab dem zarten Alter von zwei Jahren begleitet. Ein Tatort war auch in meiner Heimatstadt.

Sława Przybylska - Gdzie są kwiaty z tamtych lat?
https://www.youtube.com/watch?v=jAxgt6kbWiQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Helle Blumen ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Die Zeit hat die Spur verwischt ...
Wo sind die Blumen dieser Jahre?
Jedes der Mädchen nahm eine Blume ...
Wer weiß, ob es so war ...
Wer weiß, ob es so war ...

Auf den Namen „Joachim Kroll“ bin ich zufällig 2012 gestoßen, weil ich nach dem Schauspieler Joachim Król gesucht und den Namen falsch eingegeben hatte. Król spielte in dem Film „Ausgerechnet Sibirien“, der 2012 neu in die Kinos kam. In dem Film fragt die schorische Sängerin Sajana* den deutschen Geschäftsreisenden Matthias Bleuel (Joachim Król), warum er keine Tomaten esse. Darauf antwortet er, dass er eine Allergie gegen Tomaten hätte. Wenn er Tomaten essen würde, könne er einen körperlichen Schock bekommen, an dem er sterben könne. Sajana rückt etwas näher: „Sterben ist fallen. Von einer Welt in andere.“ Sie steht auf. „Mach nicht so viel Angst vor Tomate. Und dann kommst zum Licht.“ Sie geht. In der nächsten Einstellung beißt Matthias in eine Tomate. Er sieht ein Licht im Haus von Sajana.
https://www.youtube.com/watch?v=2GjRc6pFrL0

Als der Vater von Joachim Kroll nicht aus der russischen Kriegsgefangenschaft zurückkam, zog die Mutter mit den neun Kindern 1947 ins Ruhrgebiet, wo sie Anfang 1955 starb.

Joachim Król wurde 1957 in Herne als Sohn eines Bergmanns mit polnischen Vorfahren geboren. Der Name Król wird polnisch [kru:l] ausgesprochen. Vielleicht haben Król und Kroll gemeinsame Vorfahren. Sie kommen scheinbar aus der gleichen Gegend.

Kto wie czy było tak... Wer weiß, ob es so war...

2013 plante ich mit einer Freundin eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner männlichen Vorfahren in Schlesien. Mein Vater war seit der Flucht nicht mehr dort gewesen. Bei meiner Planung fuhr er virtuell mit: Mit Google Street View habe ich mit ihm Orte zusammen angeschaut, die für ihn in seiner Kindheit wichtig waren. Ein paar Orte haben die Freundin und ich dann real aufgesucht. Wir radelten von Krakau nach Breslau. Wie es der Zufall wollte, wurde an dem Tag, als wir in Görlitz ankamen, am Abend ein Film gezeigt, den ich schon seit längerem sehen wollte: „Aber das Leben geht weiter“ von Karin Kaper über Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg. Eine Besonderheit des Films ist die, dass ausschließlich Frauen zu Wort kommen.
https://www.youtube.com/watch?v=H8Klu4ZhESM

2012 machte ich eine Fahrradtour zu den Geburtsorten meiner weiblichen Vorfahren. In den alten Kirchenbüchern einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg erfuhr ich interessante Details über meine Urgroßmutter und deren Familie, die nicht überliefert worden waren.

2010 war ich mehrmals im Europäischen Institut für Angewandten Buddhismus in der Tradition von Thich Nhat Thanh. Es war eine Zeit mit vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen. Ich bin in die Stille gekommen. Eine besondere Erfahrung war das Lied „Namo Avalokiteshvara“, das dem Bodhisattva des universellen Mitgefühls gewidmet ist.

Namo Avalokiteshvara EIAB 12-08-2014
https://www.youtube.com/watch?v=ntBfYFFlbV8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

1992 sah ich mir alle Folgen der Zweiten Heimat im Fernsehen an. Sie ist der zweite Teil der Filmtrilogie von Edgar Reitz.
https://www.youtube.com/watch?v=ff11q5_mlE0

Viele Jahre bin ich bereits im Internet unterwegs. Ich habe mir viel angeschaut und viel geschrieben. Meistens war ich mit Pseudonym und ohne Foto unterwegs. Ich habe den Schutz der Anonymität gesucht. Die Gedanken, die meine Angst vor Sichtbarkeit auslösten, habe ich nach und nach identifizieren können. Insbesondere mit der Methode von Byron Katie ist es mir gelungen, vielen Gedanken nach und nach ihre Macht zu nehmen. Und so ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich meine Frau stehen und Profil zeigen will. Ich will meine virtuelle Burka ablegen und Verantwortung übernehmen.

Mit anderen Menschen erarbeite ich gerade ein Konzept für eine Projektidee, die bald ans Tageslicht will. Ich wähle die Ruhe und die Stille, die nötig sind, um alles ausreifen zu lassen. Danke an alle, dass ihr meine virtuelle Burka bisher akzeptiert und mich gleichzeitig ernst nehmt. Mein besonderer Dank geht an die Gemeinschaft von Utopia! Ihr habt mir so viel beigebracht auf so vielen verschiedenen Ebenen. Oft saß ich mit Euch bis tief in die Nacht gedanklich ums Feuer. Lachend, streitend, singend und schweigend. Ihr seid einfach großartig! Danke auch an Claudia Langer, die ihre Frau gestanden hat und den Mut hatte, das Projekt utopia.de ins Leben zu rufen! Nicht zuletzt durch den Austausch auf dieser Plattform habe ich zu der Vision gefunden, die ich jetzt Schritt für Schritt zum Leben erwecken möchte. In einem der nächsten Beiträge will ich das Projekt vorstellen. Und dann wird auch mein Klarname öffentlich. So oder so.

Gestern war mein Geburtstag. Von meinen Eltern weiß ich, dass ich mit einer Saugglocke in die Welt gezogen wurde. Meine Mutter sagt, das das wegen des Kopfumfangs gemacht worden sei. Mein Vater sagt, dass der diensthabende Arzt die Geburten immer tagsüber eingeleitet habe, damit er nachts nicht in die Klinik muss. Der heutige Tag könnte also mein „natürlicher“ Geburtstag sein. Wer weiß, ob es so war...

Alegria
https://www.youtube.com/watch?v=kMrNsFwTXJQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Die Bilder in dem Musikvideo sind Teil einer Kampagne zum 200-jährigen Jubiläum des Landes Mexiko. Das ist das Land, von dem sich Donald Trump mit einer Mauer abgrenzen will...
https://rainbop.blogspot.de/2016/03/mexico-stars-of-bicentennial.html

* In dem Film "Ausgerechnet Sibirien" leiht Natascha Nikeprelevic der Schauspielern beim Obertonsingen ihre Stimme. Ich habe sie mal bei einem Konzert erleben dürfen. Sehr beeindruckend!
https://www.youtube.com/watch?v=p1T3QArgcLk

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Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)

Bild: 2010-08 in der Toscana 

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Mein Vater (11/12)


Krieg. Überleben. Diskutieren. 
Ein Gebäude, das in dem Ort Lusina in Polen steht, trägt den Nachnamen meines Vaters als Inschrift. Mein Ururgroßvater erbaute 1872 das Gebäude für eine Schnaps-Brennerei im damaligen Lüssen, das zu der Region Schlesien gehörte, die heute Śląsk heißt. Mein Vater wurde im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern und Brüdern aus seiner Heimat vertrieben. Sein Vater und seine Großmutter starben auf der Flucht. In der neuen Heimat im Ruhrgebiet ist mein Vater bis heute nicht ganz angekommen.

Sein Halbbruder ist im Krieg gefallen.

Reinhard Mey, Hannes Wader, Konstantin Wecker - Es ist an der Zeit
https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Die Mauer zwischen Ost und West trennte später meinen Vater von seiner Mutter und seinen Brüdern. Ich erinnere mich, als wir einmal über die Grenze fuhren, um die Verwandten im Osten zu besuchen. Die Mauer mit den Grenzstreifen, die Selbstschussanlagen, die Wachtürme, die Maschinengewehre, die Blicke der Grenzposten und die Reaktion meiner Eltern machten mir Angst. Willkürlich wurden Autos herausgewunken. Manche mussten all ihr Gepäck öffnen und durchsuchen lassen. Vor den Augen der anderen. Die Grenzposten schienen, ihre Macht zu genießen. An die Mutter meines Vaters habe ich keine bewusste Erinnerung.

Bei der Erziehung hatte mein Vater strenge Regeln und eine harte Hand. Er wollte, dass ich seinen Regeln folge und drohte mit Gewalt, so dass ich mich selbst zwang, Dinge zu tun, die ich nicht wollte. Ich erinnere mich an eine Szene, als ich das Fleisch auf meinem Teller nicht essen wollte. Er schlug auf den Tisch und schimpfte laut: „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“ Also schob ich das Fleisch unter Tränen in meinen Mund. Danach rannte ich zum Klo und übergab mich. Ich war damals jünger als 8 Jahre.

Er sagt, dass er Krieg, Flucht und Vertreibung gut verarbeitet habe. Gleichzeitig erinnere ich mich daran, dass ich als Kind in Gedanken immer wieder den Koffer gepackt habe: Was will ich mitnehmen? Aufgrund der Erzählungen meines Vaters hatte ich Angst davor, dass die Russen kommen. Darauf wollte ich vorbereitet sein. Es war die Zeit des kalten Krieges.

Bobo – Winterlied
https://www.youtube.com/watch?v=mduFUkNBZo8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Mein Vater ist sehr interessiert an Geschichte, Politik, Gesundheit, Naturwissenschaften, etc. Er war und ist ein interessanter Gesprächspartner. Er weiß viel. Die Diskussionen mit meinem Vater waren teilweise sehr heftig und so habe ich gelernt, meinen Standpunkt klar und deutlich zu vertreten.

Er lacht gerne und laut. Und ich habe ihn schon öfters weinen sehen. Das erste Mal bei der Beerdigung seiner Halbschwester.

Auf meinem Weg unterstützt er mich bedingungslos. So unterstütze er mich schon früh in meinem Drang, die Welt zu entdecken. Eines Tages brachte er einen Daunenschlafsack mit. Ich freute mich sehr und schlief diese Nacht direkt im Schlafsack auf dem Boden. Ich träumte von Reisen, bei denen ich zelten würde. Er finanzierte die Reisen meiner Jugendzeit nach Irland, Frankreich, Norwegen, Österreich, Tschechien. Den Schlafsack habe ich immer noch. Er hat mir auf unzähligen Reisen an unzähligen Orten, teilweise auch im Freien Wärme geschenkt.

Mein Vater kümmert sich rührend um die Singvögel im Winter. Überall verteilt er Futter. Und er beobachtet genau, welche Vögel kommen und wie sie das Futter annehmen. Auch kennt er schon die Routine des Eichhörnchens, das regelmäßig in den Garten kommt. Mein Vater hat im Garten mehrere Apfelbäume gepflanzt. Nach der Ernte gibt er mir jede Menge Äpfel mit, von denen ich weit in den Februar hinein zehre.

Reinhard Mey - Mein Apfelbäumchen
https://www.youtube.com/watch?v=_BBlLr2cJsY&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Mein Vater freut sich immer, wenn ich anrufe oder zu Besuch komme.

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Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)

Bild: 2013-05 in Udanin/Gäbersdorf 

Meine Mutter (10/12)


Krieg. Überleben. Lachen.

Meine Mutter erlebte als kleines Kind mit sechs Jahren im August 1944 einen der Bombenangriffe auf Kaiserslautern in einem Luftschutzkeller eines Hotels. Das Hotel wurde dabei zerstört. Ihr Vater erlebte den Angriff in einer Kaserne in der Nähe. Nach dem Angriff ging ihre Mutter mit beiden Kindern Richtung Kaserne. Ihr Vater ging Richtung Hotel. Sie trafen sich auf halber Strecke und waren erleichtert, dass sie überlebt hatten und unverletzt waren.

Kaiserslautern im Bombenhagel
http://rainbop.blogspot.de/2016/01/kaiserslautern-im-bombenkrieg.html

Ihr Vater war als Soldat beim Feldzug in Russland dabei und erlebte die Kesselschlacht von Demjansk. Wegen eines abgefrorenen Zehs kam er in ein Lazarett, das in der Tschechoslowakei lag. Der Zeh wurde ihm amputiert. Dafür konnte er das Schlachtfeld verlassen. 1945 kam er in Kriegs-Gefangenenschaft in Frankreich. Ein Jahr lang musste er in einem Steinbruch arbeiten. Er überlebte Krieg und Gefangenschaft. Eine unversehrte Feldausgabe von Goethes Faust brachte er mit nach Hause. Ich kann mich an keine Erzählungen über den Krieg von ihm erinnern. Einmal fragte ich nach, wie es gewesen war. Seine Antwort war ein Wort: „schrecklich“. Dabei hatte er den Blick, den ich so oft an ihm sah: Er ging ins Leere.

Ihre Mutter hatte einen Beruf erlernt, was in der Zeit nicht so üblich war. Ich lernte sie als Hausfrau kennen, die für das Essen verantwortlich war und sich um den Garten kümmerte. Meine Mutter wollte auch finanziell unabhängig sein und verdiente selbst das Geld für das Studium ihres Wunschberufs. Dann wurde sie Mutter von zwei Kindern und Hausfrau. Seit meiner Geburt hat sie nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet, obwohl sie Jobangebote erhielt. Sie wollte immer für ihre Kinder da sein. Sie hatte viel Angst um mich und ließ mich oft nicht alleine raus. Erst wenn ich mit anderen Kindern verabredet war, ließ sie mich gehen.

Meine Mutter hörte früher gerne WDR 4. In meiner Kindheit tat ich es ihr gleich. Mein Lieblingslied damals:
Alexandra - Sehnsucht (Das Lied der Taiga)
https://www.youtube.com/watch?v=AdbsVqD1CB8&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Als ich mir mit 12 oder 13 Jahren eine Dokumentation aus dem Schlachthof ansah, fragte sie: „Warum schaust Du Dir das auch an?“ Ich selbst wurde daraufhin Vegetarierin und war damit die einzige in meiner Umgebung. Ich wollte einfach nicht dafür verantwortlich sein, was in den Schlachthäusern dieser Welt passiert.

Gegen den Willen meiner Mutter habe ich Dinge durchgesetzt, die mir wichtig waren. In einem Ferienjob habe ich damals als einzige die vereinbarten drei Wochen lang in sengender Hitze zwischen dornigen Rosensträuchern Unkraut gejätet. Meine zwei Freundinnen hatten bereits nach kurzer Zeit aufgegeben. Meine Mutter hatte nicht gewollt, dass ich dort arbeite. Das ließ mich durchalten. Mit 16 Jahren bin ich das erste Mal alleine nach Irland gefahren, was für mich eine prägende und positive Erfahrung war. Auch das hatte sie nicht gewollt. Das ständige „Nein“ hat meinen Willen gestärkt: Ich bleibe dran, wenn ich etwas erreichen will und wenn ich spüre, dass es mir wichtig ist.

Meine Mutter hat eine ausgeprägte Liebe zu Pflanzen. Sie geht gerne in botanische Gärten und kennt die lateinischen Namen der Pflanzen. In jedem Zimmer finden sich Zimmerpflanzen. Auf der Terrasse hat sie unzählige Pflanzen. Einer Nordmann-Tanne, die sie im Vorgarten gepflanzt hatte, schaute sie beim Wachsen zu. Sie wurde schließlich so groß, dass mein Vater Angst bekam, dass sie bei einem Sturm umfallen und das Haus beschädigen könne. Er wollte die Tanne fällen. Meine Mutter beschütze sie lautstark. Nach einem starken Sturm willigte sie schließlich doch ein.

Früher wie heute schaut sie gerne die Karnevalssendung „Mainz, wie es singt und lacht“ an. Das war meine erste Begegnung mit dem Karneval. Sie hat Humor und lacht gerne.

Das Lebensmotto meiner Mutter:
Mach es wie die Sonnenuhr,
zähl die heiteren Stunden nur

Meine Mutter will immer wissen, was in der Welt los ist. Sie hört Radio und schaut viel Fernsehen. 2012 schenkten wir meiner Mutter ein iPad. Sie nutzt es inzwischen sehr intensiv.

Eines ihrer Lieblingslieder, das sie sich auf dem iPad anschaut:
Vicky Leandros - Ich liebe das Leben
https://www.youtube.com/watch?v=vpq05GA4D6M&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Meine Mutter freut sich immer, wenn ich anrufe oder zu Besuch komme.

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Bild: 2012-08 in Adelsheim 

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Donnerstag, 26. Januar 2017

Liebe (9/12)


Liebe ist genau hier, genau jetzt. Liebe ist Realität.

Während eines Workshops in Paris im Juli 2015 arbeitete Byron Katie mit einem Teilnehmer, der betroffen war angesichts des blutigen Attentats auf Charlie Hebdo im Januar 2015. Im Laufe des Gesprächs sagt Byron Katie: „Liebe ist genau hier, genau jetzt. Liebe ist Realität. Die Realität ist immer freundlicher als die Geschichte, die wir uns über sie erzählen. Immer und vollständig.“

Weil ich das Gespräch als sehr wertvoll ansehe, erstelle ich gerade das englischsprachige Transkript. Ich will es im Internet abspeichern.*)
https://www.youtube.com/watch?v=FGvUVY-vNyQ

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*) 10.04.2017 Das englischsprachige Transkript zu dem Video mit Byron Katie ist fertig... "I invite the terrorist in you to come and join me"...
http://rainbop.blogspot.de/2017/04/byron-katie-work-on-terrorism.html
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Tryo - CHARLIE | #JeSuisCharlie
https://www.youtube.com/watch?v=yNpOz44RM20&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Will ich etwas von anderen?
Rammstein - Ich will
https://www.youtube.com/watch?v=EOnSh3QlpbQ&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Oder will ich etwas von mir?
ZAZ - je veux
https://www.youtube.com/watch?v=VWbdcNmGYJU&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Manchmal kommt bedingungslose Liebe von einer Person, von der wir es am Wenigsten erwarten.
Human: Finding love.
https://www.youtube.com/watch?v=afvN6se3Yug

Frieden beginnt,
wenn wir beginnen,
unsere negativen Gedanken über andere und uns selbst in Frage zu stellen.

Liebe ist immer da.
In allem, was ist.

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Bild: 2010-04 in Waldbröl (Kirschblüte) 

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Samstag, 21. Januar 2017

Musik (8/12)


Auch Du kannst singen! Wie Musik Menschen zusammenbringen kann.

Das Chor-Experiment mit Einwohnern von Sasbachwalden und Flüchtlingen. Der charismatische junge Chorleiter, Musiklehrer und Kirchenmusiker Patrick Bach ist überzeugt: "Jeder kann singen". Eine seiner Grundüberzeugungen dabei:"Gemeinsam musizieren hilft, Probleme zu lösen!" In Sasbachwalden soll Bach aus Flüchtlingen und Dorfbewohnern einen Chor bilden. Wie er sehr schnell feststellt: Alles andere als ein einfaches Unterfangen.

Das Video ist noch bis zum 23.03.2017 verfügbar und wird in diesem interessanten Strang verlinkt: http://www.utopia.de/gruppen/1000-gute-nachrichten-menschen-und-151/diskussion/auch-du-kannst-singen-211597

Das Projekt "Playing For Change" nutzt die Möglichkeiten der heutigen Technik und bringt Menschen zusammen, die an verschiedenen Orten der Welt Musik machen: Songs Around The World
https://www.youtube.com/playlist?list=PLC122061BDC373B4B

Zitat Anfang

Playing For Change ist eine Bewegung, die geschaffen wurde, um die Welt durch Musik zu inspirieren und zu verbinden. Die Idee für dieses Projekt kam von einem gemeinsamen Glauben, dass die Musik die Macht hat, Grenzen zu brechen und Distanzen zwischen Menschen zu überwinden.

Das Erstellen von "Songs Around The World" inspirierte uns dazu, viele der größten Musiker zusammen zu bringen, die wir während unserer Reise bei der Entstehung der Playing For Change Band kennengelernt haben. Diese Musiker kommen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen, aber durch Musik sprechen sie die gleiche Sprache. Die PFC Band ist nun auf Tournee der Welt und verbreitet die Botschaft der Liebe und Hoffnung für das Publikum überall.

Das wahre Maß jeder Bewegung ist das, was es den Menschen zurückgibt. Wir haben die Playing For Change Foundation gegründet, eine 501(c)3 gemeinnützige Organisation, die sich dem Aufbau von Musik- und Kunstschulen für Kinder auf der ganzen Welt widmet und die Hoffnung und Inspiration für die Zukunft unseres Planeten schafft.

Egal, wer du bist oder woher du kommst, wir sind alle durch Musik vereint.

Zitat Ende

Der Dokumentarfilm "Sound of Heimat" beleuchtet die Musik-Kultur in Deutschland:
"Hayden Chisholm, ein junger schottisch-neuseeländischer Musiker, begibt sich auf eine musikalische Entdeckungsreise in die Sphären der deutschen Volksmusik – vorurteilsfrei und voller Neugier. Das gestörte Verhältnis der Deutschen zu diesem Genre befremdet ihn. Er möchte verstehen, „warum die Leute ein Problem mit der Volksmusik haben? Warum denen das sogar peinlich ist zum Teil?“. Und so begibt sich Hayden auf Reisen, trifft auf sympathische, begeisterte, höchst musikalische Menschen, die die andere, die „wirkliche“ Seite der Volksmusik zeigen, die so anders klingt, so weit weg ist von der volkstümlichen Hitparade mit ihrer Heimattümelei. SOUND OF HEIMAT ermöglicht uns einen unvoreingenommenen Blick auf Tradition und Brauchtum, macht Lust auf Musik und Gesang und bietet uns Einblicke in eine Welt, von der wir glaubten, Abstand nehmen zu müssen und die uns doch so nah ist."
http://www.soundofheimat.de/

Mich persönlich hat zwischen 2005 und 2010 das Chorprojekt von Nicole Nagel sehr geprägt. Dort entdeckte ich verschiedene Facetten meiner Stimme und ich fand den Mut, vor anderen Menschen zu singen.
http://www.nicole-nagel.de/avenbachtale_chor/index.html

Die Arrangements stammten fast ausschließlich von Ida Kelarova und Dezo Desiderius.

Ida Kelarova +Čhavorenge (o.s.Miret) + Česká filharmonie- Hej romale
https://www.youtube.com/watch?v=gmuUiw-PFuA&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Was mit Körper und Stimme noch alles möglich ist, probieren verschiedene Gruppen aus.

Perpetuum Jazzile - Africa
https://www.youtube.com/watch?v=yjbpwlqp5Qw&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Fast allen Beiträgen habe ich jetzt mindestens ein Lied hinzugefügt. Auch wenn wir den Text nicht verstehen, so spüren wir doch meistens, um was es geht.
https://www.youtube.com/playlist?list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

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Bild: 2007-08 in Hürth 

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Montag, 16. Januar 2017

Internet (7/12)


Das riesige Potential des Internets: Grenzen überwinden und zusammen finden. 

Die Möglichkeiten des Internets sind enorm. Von Anfang an war ich begeistert vom Internet. Bereits 1999 hatte ich meine erste Internetseite: „Ich bin drin“. Ich streute den Link überall. Ständig schaute ich bei Google, ob ich bereits zu finden bin. Ich freute mich, wenn der Link nach oben rutschte.

2001 war es dann mit meiner unbekümmerten Begeisterung vorbei. Über eine Kleinanzeige hatte ich Kontakt mit einem Mann aufgenommen, den ich an einem Mittwoch-Abend in einem Biergarten traf. Ich war neugierig und dachte, dass ich nichts zu verlieren hätte. Das Treffen war nett. Ein weiteres Treffen stand als Option im Raum. Direkt nach unserem Treffen bombardierte er mich auf allen Kanälen mit Nachrichten: SMS, Anrufe, E-Mail. Mein Interesse kühlte schlagartig ab. In der Nacht von Samstag auf Sonntag nach unserem ersten Treffen stand er überraschend vor meiner Wohnungstür, als ich nach Hause kam. Er hatte meine Wohnadresse mit Hilfe meines Klarnamens recherchiert. Es ist nichts weiter passiert und er ist gegangen. Und doch hat es Spuren hinterlassen. Ich löschte meine Spuren im Internet so gut es ging. Relativ bald zog ich in eine andere Wohnung um.

In der zweiten Wohnung hörte ich dann eines Tages Schreie, die mich sehr beunruhigten. Sie gingen durch Mark und Bein. Ich überlegte kurz, die Polizei anzurufen, was ich dann doch unterließ. Ein paar Tage später sah ich einen Polizeihubschrauber in der Luft, der mit Suchscheinwerfern den Boden absuchte. Ich ahnte bereits einen Zusammenhang mit den Schreien. Später dann stand es in den Nachrichten: Ende April 2004 wurde die damals 21-jährige Giuseppina di L. aus Fürth mit 83 Messerstichen von dem 33-jährigen Marco R.ermordet. Die beiden hatten sich über das Internet kennengelernt. Tatort war ein uneinsichtiger Bereich am Fuchssteg an der Pegnitz, unweit von meiner damaligen Wohnung.
http://www.nordbayern.de/2.209/2.192/tater-spielte-sich-als-helfer-auf-1.717547

Information

Im Internet schaute ich mir über die Jahre sehr viel an. Viel Positives und auch viel Negatives. Umweltzerstörung, Massentierhaltung, Kriege, … Ich habe viel geweint, viel gelitten. Immer wieder hörte ich die Frage: „Warum schaust du Dir das alles an?“ Ich wollte einfach hinsehen. Es war wie ein innerer Drang.

Wenn in China ein Reissack umfällt, gibt es heute vielleicht sogar eine Webcam, die das Ereignis aufzeichnet. Mich fasziniert, dass in Finnland sämtliche Landstraßen mit Webcam ausgestattet sind:
http://rainbop.blogspot.de/2010/12/finnland.html

2012 haben wir meiner Mutter ein iPad geschenkt. Mein Bruder und mein Vater waren skeptisch. Meine Mutter tut sich schwer mit neuer Technik. Nach einer Einführung in die Funktion arbeitet sie inzwischen sehr viel mit dem iPad. Sie ist dankbar für das Fenster zur Welt. Immer wieder sucht sie gezielt nach Themen, die sie interessieren.

Sprachen

Die kostenlose Übersetzung wird immer besser, so dass ich die verschiedenen Übersetzungen des Daodejing Schriftzeichen für Schriftzeichen nachvollziehen kann.
https://rainbop.blogspot.de/2016/05/dao-de-jing-content.html
https://rainbop.blogspot.de/2016/04/daodejing.html

Fremde Sprachen stellen keine Barriere mehr dar:
https://rainbop.blogspot.de/search/label/*others

Soziale Medien

Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht: Zwei Ohren. Und ein Mund.
Unterhaltung in den sozialen Medien: Zwei Augen. Und zwei Hände.

Wikipedia, YouTube, Facebook, Twitter, Blogs, Foren, … Menschen teilen Dinge, die ihnen gefallen und investieren Zeit, um anderen Menschen Dinge zugänglich zu machen.

Sascha Lobo zitiert Hans Hoff mit den Worten: "Es ist nicht schlimm, dass sich heutzutage jeder Depp öffentlich äußern kann. Das ist gut für eine Demokratie. Es ist indes schlimm, dass heutzutage jeder Depp ernst genommen wird, dass so getan wird, als wäre noch die abstruseste Theorie eine Meldung wert."
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/lobo-kolumne-hilferuf-an-die-mindestens-durchschnittlich-begabten-a-1072955.html

Wie können wir die heutigen Möglichkeiten der Kommunikation nutzen?

Utopia und der globale Turnaround
http://www.utopia.de/gruppen/ich-bin-utopia-547/diskussion/utopia-und-der-globale-turnaround-199267

Alanis Morissette - Utopia
https://www.youtube.com/watch?v=LuqTQ0WSjgA&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

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Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)

Bild: 2008-10 in China 

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Sonntag, 15. Januar 2017

Grenzen (6/12)


Äußere und innere Grenzen. Menschen an der Front.

„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“
http://rainbop.blogspot.de/2011/03/wind-des-wandels.html

Mauern aus Worten, Jägerzäunen, Bastmatten, Steinmauern, Betonmauern, Stacheldraht, Erdwällen, Menschen, Hundestaffeln, ...

Äußere Grenzen

Grenzen des Wachstums
https://www.utopia.de/blog/unterwegs/die-grenzen-des-wachstums-der-faktor

Mauern zwischen Menschen und Tieren: „Auf unserer Homepage Schlachthof transparent wollen wir mit sachlichen Informationen Scheinwerfer auf einen Bereich richten, der wie kaum ein anderer im Verborgenen liegt: abseits, am Stadtrand, hinter hohen Mauern. In diese Mauern wollen wir Fenster schlagen.“
http://rainbop.blogspot.de/2011/01/schlachthof-transparent.html

Mauern zwischen Menschen
http://rainbop.blogspot.de/2013/08/mauern-zwischen-menschen.html

Welche Fronten sehe ich?

Menschen im Militär

„Der Bund hat gemäß Art. 87a Abs. 1 Satz 1 GG den Auftrag, Streitkräfte zur Verteidigung aufzustellen („Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“). Die aus diesem Auftrag resultierenden Aufgaben und Aufträge der Bundeswehr sind konzeptionell im Weißbuch niedergeschrieben und unterliegen im selben Ausmaß einem steten Wandel, wie sich die geopolitische Sicherheitslage im Laufe der Zeit ändert. Während des Ost-West-Konflikts war die Abwehr eines Angriffs aus dem Osten Hauptaufgabe der Bundeswehr. Seit 1990 hat sich ihr Aufgabenspektrum stark verschoben: neben der klassischen Landesverteidigung ist die Teilnahme an Auslandseinsätzen im globalen Rahmen in den Vordergrund getreten. Die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland erfolgt nach den Worten des ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck „nicht mehr nur in Hindelang, sondern auch am Hindukusch“.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeswehr

„Die japanische Gesellschaft steht als Kollektiv seit Jahrzehnten unter dem Eindruck des als Kaiserreich verlorenen Zweiten Weltkrieges, der für Japan durch die amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki eine traumatische Qualität gewann. Seitdem sind Gesellschaft und Politik bemüht, die nach dem Ende des Krieges eingeschlagene Orientierung des Landes zum Frieden hin fortzuführen. Aufgrund der geostrategischen Lage Japans in der Nähe zu Russland und der Volksrepublik China war und bleibt dies nur bedingt möglich, vor allem auf Kosten der Präsenz amerikanischer Großverbände. [...] Die stark pazifistische Grundhaltung der Gesellschaft kommt vor allem in der Verfassung Japans zum Ausdruck, die in elf Kapitel gegliedert ist. Das erste Kapitel enthält acht Artikel und ist dem Kaiser als Symbol der staatlichen Einheit gewidmet. Das zweite Kapitel trägt den Titel „Lossagung vom Krieg“ und umfasst ausschließlich den neunten Verfassungsartikel. Japan ist es damit verboten, ein Militär aufzustellen oder internationale Konflikte durch Gewalt zu lösen, wobei es allerdings seit etwa 2000 eine breite öffentliche Diskussion über die Möglichkeit gibt, den Artikel aus der Verfassung zu streichen.““
https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverteidigungsstreitkr%C3%A4fte

Menschen in der Polizei

Über die Polizei zwischen den Fronten hatte ich bereits in diesem Beitrag geschrieben:
http://www.utopia.de/blog/unterwegs/krieg-und-frieden

Die Polizei kann es aktuell scheinbar keiner Seite wirklich recht machen. Als Projektionsfläche müssen die Menschen in Uniform für verschiedene extrem eingestellte Gesinnungen herhalten. Ich bin beeindruckt, wie wenig sich die Polizei angesichts des Drucks provozieren lässt. Gleichzeitig kommt es immer wieder zu Ausrastern und unverhältnismäßigem Gewalteinsatz. Ich erachte es als eine Errungenschaft des demokratischen Rechtsstaates, dass hier immer wieder kritisch nachgefragt und berichtet wird.

Menschen in sozialen Berufen

Sie stellen sich den menschlichen Abgründen von Angesicht zu Angesicht. Überstunden und Nachtschichten gehören oft dazu.

Innere Grenzen

Wie reagiere ich auf äußere Begrenzungen? Kann ich mich darauf einlasen? Kann ich Wege finden, spielerisch damit umzugehen?
http://rainbop.blogspot.de/2015/07/boukje-schweigman-wiek_14.html

Aus allen Reaktionen, die ich bekomme, kann ich etwas über mich selbst lernen. Was kann ich alles in mir finden? Wann glaube ich, mich verteidigen zu müssen? Warum?

DOTA - Grenzen (live Session)
https://www.youtube.com/watch?v=txanYnZgsWI&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

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Bild: 2015-08 in Sieben Linden 

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Hals- und Beinbruch

Die Redewendung Hals- und Beinbruch stellt eine Verballhornung eines ursprünglich jiddischen Ausdrucks dar und bedeutet eigentlich Viel Glück als Wunsch an jemanden, dem eine Prüfung oder eine nicht leicht zu bewältigende Aufgabe bevorsteht.

Die jiddische Form „hatslokhe u brokhe“ des als Glück- und Segenswunsch (besonders bei Geschäftsabschlüssen) benutzten Ausdrucks mit der Bedeutung „Erfolg (Glück) und Segen“ leitet sich von „hazlacha uwracha“ (IPA: [hatsla'xa uvra'xa], hebräisch הצלחה וברכה) aus dem Hebräischen ab – von lehazliach (IPA: [lehats'liax]) = „gelingen lassen“ und lewarech (IPA: [leva'rex]) = „segnen“. Möglicherweise wurden diese Worte von deutschsprachigen Zuhörern als Hals- und Beinbruch verstanden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hals-_und_Beinbruch
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_aus_dem_Hebr%C3%A4ischen_und_Jiddischen

Freitag, 13. Januar 2017

Tania Saleh: The new generation

L’Jilou L’Jadidou - The new generation   
Tania Saleh / Issam Hajali
https://www.youtube.com/watch?v=PZOVZKTVEMw
http://www.taniasaleh.com/public/files/pdf/Remastered.pdf

Natur (5/12)


Natur und Mensch. Mensch und Natur. 
Amazonien Panorama von Yadegar Asisi im Panometer Leipzig: „In AMAZONIEN gehen die Betrachter auf Erkundungstour in die südamerikanischen Tropen. Zuerst sieht man nur Grün, doch nach und nach entdeckt man im über 30m x 100m großen Rundbild die faszinierende Artenvielfalt.

Yadegar Asisi hat einen fiktiven Ort geschaffen, der die verschiedensten geologischen Formationen des Regenwalds in ihrer Komplexität vereint: Vom Betrachterturm in sechs Metern Höhe erschließen sich so z.B. Lichtungen und Gewässer, Baumriesen oder ein weites Tal. Mit dem Fernglas lassen sich unzählige Tiere und Pflanzen entdecken. Mit allen Sinnen wird auch die geheimnisvolle Nacht der Tropen erfahrbar, denn eine Tag- und Nachtsimulation und die eigens von Eric Babak komponierte Musik und Geräuschkulisse runden das Panorama-Erlebnis ab.“
http://www.asisi.de/de/panoramen/amazonia.html

Im Anschluss an die Ausstellung kaufte ich mir 2012 einen Bildband über den Regenwald. Dem Buch ist eine CD beigefügt mit akustischen Impressionen. Wieder zuhause legte ich die CD in den CD-Spieler, setzte mich aufs Sofa und begann, in dem Buch zu blättern. Üppige Vielfalt ... wunderschöne, bizarre Geschöpfe … Überleben ... Räuber ... Waffen & Rüstung ... Täuschung ... Kreisläufe ... Beziehungen ... Leben und Tod sind hier sehr dicht beieinander. Mangel inmitten des Reichtums: Auf der Suche nach Licht und Nährstoffen entwickeln die Organismen verschiedene Strategien. Es gibt die Strategie des Verdrängens von Konkurrenten. Und es gibt die Strategie der Kooperation. Die Strategien existieren nebeneinander.
http://www.dorlingkindersley.de/titel-0-0/regenwald-294/
http://www.thomasmarent.com/de/buecher

Angesichts meines großen Interesses an Nachhaltigkeit wurde mir empfohlen, dass ich mir den Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ mal anschauen solle, was ich dann vor ein paar Monaten auch tat. In meiner Wahrnehmung hat er ein paar Schwächen: Die Verbindung zu anderen Lebewesen wird auf materieller Ebene hergestellt. Um die Verbindung herstellen zu können, wird der Wille des tierartigen Wesens zunächst gebrochen. Zum Schluss gibt es einen blutigen Kampf, in dem die Stärke siegt. Es ist ein männliches, weißes Wesen, dass die Wende bringt. Gleichzeitig sensibilisiert der Film für das Wunder der Schöpfung. Als einer der erfolgreichsten Filme weltweit scheint er die Menschen anzusprechen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Avatar_%E2%80%93_Aufbruch_nach_Pandora

Seit meiner frühen Jugend habe ich Pflanzen um mich herum, die ich hege und pflege. Seit letztem Jahr steht eine Wurmkiste in unserer Küche. Die Würmer zersetzen zusammen mit anderen Organismen die Pflanzenreste aus der Küche. Der Kompost riecht angenehm. Er gibt Wärme ab. Es ist spannend, die Veränderungen zu beobachten.

Bäume werden aus verschiedenen Gründen gefällt. Die Papierindustrie hat Interesse an dem Zellstoff. Aus Bäumen werden Bücher. Drei Bücher von drei Frauen möchte ich hier besonders hervorheben. Sie sensibilisieren für den Erhalt von Bäumen und Wäldern.

Julia Butterfly Hill - Die Botschaft der Baumfrau
http://rainbop.blogspot.de/2010/09/julia-butterfly-hill.html
http://rainbop.blogspot.de/2010/10/take-action.html

Wangari Maathai – Afrika, mein Leben
http://rainbop.blogspot.de/2009/02/wangari-maathai.html

Jane Goodall - Mein Leben für Tiere und Natur
http://rainbop.blogspot.de/2010/09/jane-goodall.html

Zurück nach Deutschland: „Das Erntedankfest gilt als eines der ältesten Feste überhaupt. Es steht in einer Reihe anderer Feste, als Teil des agrarischen Zyklus wie etwa Aussaat, erste Ernte, Nachreife. Man muss dabei bedenken, dass von Antike bis Früher Neuzeit die harte Arbeit auf dem Feld für ca. 80 Prozent der Menschen Alltag war. Die Bevölkerung war von der Ernte abhängig und kam nur mit ihr durch den Winter. Aus diesem Grund dankten sie Gott am Ende der Erntezeit für die gediehenen Feldfrüchte. Noch heute zeigt uns dieses Fest, dass das „tägliche Brot“ hart erarbeitet werden muss und nicht als „alltäglich“ angesehen werden kann.“
http://www.brauchwiki.de/Erntedankfest

Die konventionelle Landwirtschaft ist hierzulande inzwischen stark industrialisiert. Wenn der Boden nicht mehr so fruchtbar ist, wie er es mal war, so wird eben Dünger drauf gekippt. Wenn andere Lebewesen teilhaben wohlen, werden sie durch Pestizide und Insektizide getötet. Immer wieder gibt es Lebewesen, die resistent gegen das Gift werden und so werden neue, stärkere Gifte entwickelt. Vermeintlicher Reichtum durch den Einsatz von Technik. Die Menschen wissen oft nicht, wo ihre Nahrungsmittel herkommen. Sie sind von der Erde entkoppelt.

Multimilliardär Elon Musk will mit seiner Firma SpaceX den Mars kolonialisieren.
http://www.spacex.com/mars

Die Welt steht Kopf.

Für Geschäftsentscheidungen wird zunächst nach der Wirtschaftlichkeit gefragt. Erst danach kommen Fragen, wie es den Menschen an den Produktionsorten geht. Zum Schluss wird vielleicht nach dem Einfluss auf die Ökosysteme gefragt. Vielleicht auch nicht.

Was wird alles möglich, wenn wir die Reihenfolge wieder umkehren? Wenn wir als erstes dafür sorgen, dass die vorhandenen Ökosysteme geschützt werden. Wenn wir dann in uns Menschen investieren. Wenn die Menschen in Symbiose mit der Natur ein Vielfaches an Ertrag erwirtschaften. Wenn die volle Schöpfungskraft sich entfalten kann. Wenn das Gemeinwohl zum obersten Ziel des Wirtschaftens wird. Ja, was wird dann alles möglich?
https://www.ecogood.org/

Es liegt in unserer Hand, was wir aus den Möglichkeiten machen, die uns zur Verfügung stehen.

Rokia Traoré - kèlè mandi
https://www.youtube.com/watch?v=outRT0lgJVs&index=40&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1


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Bild: 2006-11 in Vietnam ("dangerous area") 

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Sonntag, 8. Januar 2017

Humor (4/12)


Humor oder Beleidigung? Meinungsfreiheit mit und ohne Grenzen 

Konstruktiver Humor

Zitat Anfang. 480 v. Chr. droht Xerxes I. den Griechen bei den Thermopylen: „Ich habe so viele Bogenschützen, dass ihre Pfeile die Sonne verdunkeln werden!“ König Leonidas von Sparta lässt der Überlieferung nach antworten: „Umso besser – dann kämpfen wir im Schatten!“

Im Gegensatz zur Abwertung anderer in der Ironie, im Spott oder im Zynismus macht Leonidas diese humorvolle Bemerkung (auch) über sich selbst: Er stirbt sogar noch vor seinen Kriegern in jener Schlacht. Wichtig ist: Leonidas denkt als Betroffener, nicht als Besserwisser. Dieser Humor und Selbstironie scheinen nahe Verwandte zu sein, unterscheiden sich aber vielleicht darin, dass Humor an ein größeres Publikum adressiert ist. Im Gegensatz zu anderen Formen des Lachens stiftet Humor Gemeinschaft – Ironie, Spott und Zynismus dagegen sind Denkformen der Dekonstruktion und sozialen Eskalation, die nur über den Umweg sozialer Kämpfe integrieren. „Lieber einen Freund verlieren als einen Witz!“ – dieses auf Quintilian zurückgehende Motto mag manches Lachen meinen, aber eben keinen Humor. Zitat Ende
https://de.wikipedia.org/wiki/Humor

Wenn ich Ansichten anderer über mich nicht persönlich nehme und wenn ich nichts von dem anderen will, bin ich klar im Vorteil ...

Badesalz - Hessie James („Dem fließt ja Blut aus den Ohren...“)
https://www.youtube.com/watch?v=akfz5Fw-pZI

Destruktiver Humor

Es gibt Beispiele von Humor, der scheinbar auf Kosten anderer Menschen geht. Manchmal verstehen die Menschen, über die die Witze gemacht werden, keinen Spaß und versuchen, es zurückzuzahlen ...

Mobbing und das Attentat von Winnenden:
http://rainbop.blogspot.de/2009/03/tater-und-opfer.html

Beleidigung und Bußgeld: "Du Mädchen!" (zu einem Polizisten) 200€, Stinkefinger zeigen 4.000€
https://www.bussgeldkatalog.org/beleidigung-im-strassenverkehr/

Sexismus und Stereotype:
http://www.utopia.de/gruppen/kleidung-fashion-77/diskussion/sexismus-beim-otto-versand-204733

Aarun Gandhi schreibt im Vorwort zu Marshall Rosenbergs Buch "Gewaltfreie Kommunikation" (zitiert von Berthild Lorenz):

Zitat Anfang

Unter viele Dingen lernte ich von meinem Großvater, die Gewaltlosigkeit in ihrer Tiefe und Breite zu verstehen und anzuerkennen, dass wir alle gewalttätig sind und dass es darum geht, unsere Einstellungen grundlegend zu ändern.

Wir sehen unsere eigenen Gewalttätigkeit oft nicht, weil wir sie ignorieren. Wir halten uns nicht für gewalttätig, weil wir uns unter Gewalt einen Kampf, einen Mord, eine Schlägerei und Kriege vorstellen – alles Dinge, die „normale“ Menschen „normalerweise“ nicht tun.

Mein Großvater ließ mich einen Stammbaum der Gewalttätigkeit zeichnen, der genauso, wie ein Familien-Stammbaum aufgebaut war. Sein Argument dafür war, dass ich zu einer besseren Wertschätzung der Gewaltlosigkeit kommen könnte, wenn ich die Gewalt, die in der Welt existiert, wahrnehme und verstehe. Jeden Abend half er mir, die Geschehnisse des Tages zu analysieren – alles, was ich erlebt oder gelesen hatte, was ich gesehen oder anderen angetan hatte.

Das wurde dann in den Baum eingetragen, entweder unter „körperlich“ (wenn es sich um körperliche Gewalt handelte) oder unter „passiv“ (wenn es eher eine emotionale Verletzung war).

Innerhalb weniger Monate war eine Wand in meinem Zimmer bedeckt mit Handlungen „passiver“ Gewalt, die mein Großvater als heimtückischer erachtete als „Körperliche“ Gewalt. Er erklärte dann, dass passive Gewalt letztendlich Ärger im Opfer erzeugt, das daraufhin gewalttätig reagiert, sei es als Individuum oder in einer Gruppe. Mit anderen Worten: Es ist die passive Gewalt, die Öl in das Feuer der körperlichen Gewalt gießt.

Weil wir diesen Zusammenhang nicht verstehen oder ihn nicht anerkennen, tragen alle unsere Friedensbemühungen entweder keine Früchte, oder sind von kurzer Dauer. Wie können wir ein Feuer löschen, wenn wir nicht zuerst die Ölleitung kappen, die das Inferno entzündete?

Zitat Ende

Meinungsfreiheit: Konstruktiver Umgang mit destruktivem Humor

Byron Katie sagt „Niemand kann mich verletzen – das ist mein Job.“ Nach der Bearbeitung einiger Arbeitsblätter konnte ich den Wahrheitsgehalt dieser Aussage für mich entdecken. Mich kann nur dann jemand beleidigen, wenn ich das, was die Person sagt, selbst glaube. Und gleichzeitig entscheide ich in jedem Moment, wie liebevoll ich anderen Menschen begegnen will. Will ich Harmonie/Frieden oder will ich Konfrontation/Krieg?

Das macht auch der wundervolle Kurzfilm Butterfly Circus deutlich, den ich bereits im Beitrag Leben verlinkt hatte.
http://thebutterflycircus.com/short-film/

The Muppet Show - Sax and Violence
https://www.youtube.com/watch?v=CgfZVNv6w2E&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

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Bild: Hans Teeuwen en de "Meiden van Halal"
https://rainbop.blogspot.de/2016/01/hans-teeuwen-en-de-meiden-van-halal.html

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Samstag, 7. Januar 2017

Leben (3/12)


Behinderung als Aufgabe: Sich aus geistigen Fesseln lösen

Inwieweit behindere ich mich selbst durch das, was ich glaube?
http://thebutterflycircus.com/short-film/

Das, was Nick Vujicic aus seinem Leben macht, beeindruckt mich zutiefst. Er „kam ohne Arme und Beine zur Welt. Nur ein kleiner Fuß mit zwei Zehen ist am Ansatz des linken Oberschenkels vorhanden. […] Die Eltern förderten den bis auf die körperlichen Fehlbildungen gesunden Sohn, um ihm ein weitgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen. […] Vujicic berichtet in Interviews und in Vorträgen, er habe in seinem Leben aufgrund seiner Behinderung lange Zeit keinen Sinn und keine Hoffnung für sich gesehen. Das habe sich erst geändert, als er seine Behinderung nicht mehr als Strafe, sondern als Herausforderung und Auftrag Gottes begriffen habe. Er habe den Sinn seines Lebens schließlich darin gefunden, Menschen von der Liebe Gottes zu berichten und sie darin zu bestärken, ihre Träume zu erfüllen. […] Am 12. Februar 2012 heiratete er seine Verlobte Kanae Miyahara. Das Paar hat zwei Söhne.“
http://rainbop.blogspot.de/2014/04/nick-vujicic-life-without-limbs.html

Was ist nach einer Querschnittslähmung möglich? „1981 hatte Clemens Kuby einen Unfall, bei dem er aus 15 Meter Höhe von seinem Hausdach auf Asphalt gefallen war und sich dabei den 2. Lendenwirbel zerschmettert hatte. Er war dadurch querschnittsgelähmt. [...] Es dauerte [ein paar] Monate, bis er alles, was unterhalb des Nabels innerlich und äußerlich quasi tot war wieder reaktiviert hatte und auf zwei Beinen die Klinik verlassen konnte. Heute ist der L2-Wirbel zwar immer noch zerschmettert und Clemens Kuby fehlt am rechten Bein die normale Sensibilität, aber er kann kurzfristig sogar Schweres heben und relativ schmerzfrei seinen Rücken reduziert beanspruchen. Die gelegentlich auftauchenden Schmerzen dienen ihm als Seismograph für authentisches Verhalten und sind ihm daher sehr wertvoll.“
http://www.clemenskuby.de/index.php?article_id=38

Wie ist es, wenn ich nichts (mehr) sehen kann? „In völlig abgedunkelten Räumen führen blinde Menschen das Publikum in kleinen Gruppen durch eine Ausstellung. Aus Düften, Wind, Temperaturen, Tönen und Texturen wird ein Park, eine Stadt oder eine Bar gestaltet. Alltagssituationen, die in unsichtbarer Form eine völlig neue Erlebnisqualität erhalten. Ein Rollentausch findet statt: Sehende Menschen werden herausgelöst aus sozialer Routine und gewohnter Rezeption. Blinde Menschen sichern Orientierung und Mobilität und werden zu Botschaftern einer Kultur ohne Bilder.“
https://www.dialog-im-dunkeln.de/
http://dialogmuseum.de/dialog-im-dunkeln/

Was höre ich, wenn ich das Bild ausschalte?
https://www.youtube.com/watch?v=RxPZh4AnWyk&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Klaus Hoffmann - Blinde Katharina
https://www.youtube.com/watch?v=t6oI7XYb-X8

Wie ist es, wenn jemand mehr Details sehen kann als andere? „Bei Stephen Wiltshire , auch „die lebende Kamera“ genannt, wurde im Alter von drei Jahren Autismus diagnostiziert. Im Alter von vier Jahren wurde Stephen an die Queensmill School in London geschickt, wo durch Zufall seine Leidenschaft für das Zeichnen entdeckt wurde. Seine Zeichnungen dienten ihm als Ventil zur Entlastung von angestauten inneren Spannungen, die sich bis dahin meist in unkontrollierter und unartikulierter Weise Bahn brachen. Sie verbesserten in ungeahnter Weise seine Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen Menschen und wurden für ihn zu einem begehbaren „Weg in die Welt der anderen“.“
http://rainbop.blogspot.de/2016/01/stephen-wiltshire-die-lebende-kamera.html

Wie ist es, wenn andere über Behinderung berichten? „Medien schaffen Wirklichkeit. Journalistinnen und Journalisten wissen das und bedienen sich leider dennoch häufig einseitiger Sprachbilder, Floskeln und Klischees. Formulierungen wie „an den Rollstuhl gefesselt“ oder „leidet an“ lassen negative Bilder im Kopf entstehen, die das öffentliche Bild behinderter Menschen prägen. Für sie heißt das, dass sie oft nur als Leidende, Opfer oder Helden wahrgenommen werden. Andere Lebensbereiche rücken in den Hintergrund, zugunsten von „Schubladen“, in die das Leben vieler behinderter Menschen nicht hinein passt. Statt ausgewogen zu informieren, festigen die „Leidmedien“, wie wir sie nennen, das verbreitete Bild von Behinderung: Das schwere Schicksal, das überwunden werden muss – obwohl viele Menschen gerne leben, gerade auch mit ihrer Behinderung.“
http://leidmedien.de/

Inklusion - "Nelly" - Kinderlied zum Thema Behinderung und Toleranz
https://www.youtube.com/watch?v=FeODzRS_evs

Wo fängt Behinderung an? Wenn ich alle Sinne und alle Gliedmaßen zur Verfügung habe, bin ich mir manchmal nicht bewusst, wie groß das Geschenk des Lebens ist. Ich sehe nicht, was es alles zu sehen gibt. Ich höre nicht, was es alles zu hören gibt. Ich spüre nicht, was es alles zu spüren gibt.

Nina Simone - Ain't Got No, I Got Life
https://www.youtube.com/watch?v=L5jI9I03q8E

Inwieweit nutze ich die Freiheitsgrade, die mir mein Körper und mein Geist zur Verfügung stellen? Mit welchen Gedanken behindere ich mich? Bin ich bereit, einschränkende Gedanken zu hinterfragen und ihnen die Macht zu nehmen?

Mercedes Sosa – Gracias a la vida
https://www.youtube.com/watch?v=WyOJ-A5iv5I

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Bild: 2008-08 in de Waddenzee (NL) 

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Freitag, 6. Januar 2017

Gesundheit (2/12)


Rechtzeitig zum Dreikönigstag erscheint ein Artikel über ein neues Organ: Das Gekröse. 
Wissenschaftler lokalisieren das "neue" Organ im Magen-Darm-Trakt: http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/neues-menschliches-organ-entdeckt-was-ist-ein-mesenterium-aid-1.6502667

Gerade habe ich mich mehrmals übergeben. Und das obwohl ich die letzten Tage kaum etwas gegessen habe. Es arbeitet in mir und im Magen-Darm-Bereich gluckert und grummelt es schon eine Weile. Wenn etwas den Körper verlassen soll, dann findet der Körper immer einen Weg, wie es rauskommt: Kotze, Kacke, Pupsgase, Pipi, Mitesser, Rotz, Ohrenschmalz, Geschlechtsflüssigkeiten, Eiter, Blut, Schweiß, Tränen - und bei Frauen gelegentlich auch Babies. Wenn ich das gerade nicht will oder es unpassend finde, ist das dem Körper vollkommen egal. Was raus muss, kommt auch raus. Darauf ist Verlass. Der Körper kennt da keine Kompromisse. Maximal kann ich es noch für einen kurzen Moment zurückhalten. Der Körper entscheidet, wann dieser Moment vorbei ist.

Hazes - Bloed, Zweet & Tranen
https://www.youtube.com/watch?v=5leVQeK_3Ws&list=PLN-ZVQ9Hc8I6Sxm2QM_7oR5d8MFuazOe1

Die Art der heutigen Kotzattacke ist mir nicht unbekannt. 2001 hatte ich einen heftigen Magen-Darm-Infekt. Er traf mich wie ein Schlag. Mitten in der Nacht boxte es mich wach und ich schaffte es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette. Es kam so viel raus, oben und unten, dass ich völlig dehydrierte. In der Apotheke wurde mir schummrig und kurz vorm Umfallen brachte mich die Apothekerin in einen Nebenraum, wo ich zu mir kommen konnte. Später gab es eine Elektroylt-Infusion über den Tropf. Ja, das war heftig. Danach kam es noch 3 oder 4 Mal in immer schwächerer Form. Immer deutlicher nahm ich Zusammenhänge wahr mit meinem gerade aktuellen Verhalten und meinen Gedanken dazu. Ein Anlass für Kotz-Durchfälle war z.B. Karneval. Inzwischen bleibe ich Karneval gesund. Letztes Jahr konnte ich über mehrere Tage verteilt in Summe 48 Stunden feiern. Inzwischen kenne ich meine Bedürfnisse im Karneval. Ich weiß, was zu tun ist und auf was ich achten muss, damit ich gesund bleibe. Ganz banal trinke ich immer wieder viel Wasser zwischen den Kölsch. Und ich esse wenig. Ich habe schlichtweg keinen Hunger und stopfe dann auch nichts in mich rein.

Der heutige Kotzanfall hat mich nicht eiskalt überrascht. Er fühlt sich sehr stimmig an. Seit Silvester bin ich wieder in einem ganz speziellen Prozess. Ich schlafe nur sehr wenig und immer wieder werde ich wach, weil Texte nach draußen drängen, die ich dann direkt aufschreibe oder einzelne Stichworte zumindest kurz notiere. Ich denke nicht darüber nach, was ich schreibe. Ich schreibe einfach. Seit längerem habe ich Schnupfen und Husten. Der Husten steigerte sich heute dann schließlich in den Kotzanfall. Und ich konnte ihn begrüßen! Dieser Anfall bringt mich zurück auf die Erde, in meinen Körper.

Meine Kollegen konnten die letzten drei Tage kaum etwas mit mir anfangen, weil ich ständig aufgeregt ungewöhnliche Dinge tat. Ich war überdreht, auf körpereigenen Drogen. Dann gab es eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit meinem Arbeitgeber. Und dann kam der Husten zurück. Als der Husten schließlich ins Kotzen überging, gab ich mich dem hin. Ja, ich will in meinem Körper ankommen. Und jetzt kommt etwas ganz Besonderes: die Kotze stinkt nicht! Der Eimer mit der Kotze steht neben mir und sie ist geruchlos. Das habe ich noch nie zuvor erlebt!

Ihr Lieben, ich möchte Euch alle einladen, auf Euren Körper zu hören. Er spricht eine eindeutige Sprache und wenn wir uns auf ihn einlassen, dann ist immer klar, was zu tun ist. Es lohnt sich, den Widerstand aufzugeben. Ich bin fasziniert, wie Husten und Schnupfen kommen und gehen. Je nachdem, was ich gerade denke! Ja, ich erkenne einen Zusammenhang zwischen meinen Gedanken und den Reaktionen meines Körpers. Jetzt gerade schreibe ich diesen Beitrag vollkommen beschwerdefrei. Ich bin im Hier und Jetzt und ich lasse laufen, was gerade in die Tastatur fließen will.

Den Kontakt zu meinem Körper nahm ich das erste Mal bei den Chorproben eines wundervollen Projektes auf. Dieser Chor war ganz besonders. Das Projekt machte etwas mit uns und mit den Zuschauern unserer Auftritte. Im Publikum flossen schon mal Tränen. In den Chorproben sowieso.
http://www.nicole-nagel.de/avenbachtale_chor/index.html

Die Chorleiterin beendete das Projekt 2010 und wandte sich neuen Projekten zu. Unter anderem eröffnete sie eine Rolfing-Praxis.
http://www.rolfing-stimme.de/rolfing_was1.html

Zurück zum Anfang: Das neue Organ soll jetzt erforscht werden. Ich vermute, dass dazu auch wieder Experimente an Tieren durchgeführt werden. Am 7. Dezember 2016 war Jane Goodall in Tübingen und sprach über Tierversuche und deren Unsinn.
https://www.youtube.com/watch?v=dTkVH9jZHlc

Ich wünsche uns allen den Mut und das Vertrauen, sich mit den Gedanken auseinanderzusetzen, die wir in den Zeiten körperlicher Beschwerden haben. Was passiert da gerade in mir? Bin ich bei mir? Bin ich in meinem Körper? Bin ich mit mir verbunden? Was denke ich über meinen Körper?

Eine Einladung an alle: zieht mal Eure Schuhe aus, legt mal Eure Brillen ab, nehmt mal die Hörgeräte aus den Ohren und beobachtet was passiert. Wenn Ihr nach kurzer Zeit merkt, dass Ihr Euch unwohl fühlt, nehmt die Hilfe der Gegenstände ruhig wieder an. Egal, wie lang Ihr es aushaltet: Damit habt Ihr den ersten Schritt gemacht, in unmittelbaren Kontakt mit Eurem Körper zu gehen.

2013 zog ich zum ersten Mal bewusst meine Schuhe aus:
http://bodenkontakt.blogspot.de/

2013 legte ich zum ersten Mal bewusst meine Brille ab:
http://zentrales-sehen.blogspot.de/

Und das Experiment geht weiter. Ich bin gerade völlig entspannt. Der Stress ist abgebaut. Ich bin im Frieden. In dem Sinne wünsche ich uns allen fröhliches Pinkeln, Kacken, Pupsen etc. im neuen Jahr! Entspannung bei der Selbstreinigung des Körpers und schon ist alles im Fluss...

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Bild: 2010-12 in Köln 

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Montag, 2. Januar 2017

Zeitenwende

Der Abschied vom alten Jahr wurde in vielen Großstädten Europas von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Was bringt uns das neue Jahr?

Das neue Jahr hat mit einem Attentat in Istanbul begonnen. Bei einer Silvesterfeier wurden mindestens 39 Menschen erschossen, viele weitere wurden schwer verletzt. Die amtliche Sprachregelung sei: "Beim Terrorangriff auf das ‚Reina’ ist ein Polizist, der an der Tür Wache stand, als Märtyrer gefallen; 38 weitere Menschen kamen ums Leben." Für die Regierung stünden Menschen, die auf einer Silvesterfeier in einer Diskothek ermordet wurden, nicht auf derselben Stufe wie andere Terroropfer.
Das schreibt zumindest die Welt.

Bei einem Blick zurück ist mir etwas aufgefallen...

1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler im Deutschen Reich.
... 28 Jahre später ...
1961 Bau der Berliner Mauer, die die Deutsche Teilung endgültig zementiert.
... 28 Jahre später ...
1989 Fall der Berliner Mauer. Ende des Kalten Krieges.
... 28 Jahre später ...
2017 ... die Ereignisse, die wir gemeinsam erschaffen ...

Mein Traum:
Frauen stehen weltweit auf und kommen in ihre Kraft,
die die Kraft der Männer ausgleicht und ergänzt.
Yin und Yang in Balance.
Gleichberechtigung auf Augenhöhe.

Menschen kommen zusammen und erkennen, dass sie gemeinsam in ihrer Vielfalt stark sind.
So stark, dass uns die letzten Regenwälder dieser Erde erhalten bleiben.
Und Wüsten wieder grün werden.
Es ist alles da.

Wir brauchen nur zusammenfinden.
Und den Mut haben, den eigenen Ängsten in die Augen zu sehen.


Für ein glückliches Leben in Frieden auf dieser Erde!
Das wünsche ich uns allen.

http://rainbop.blogspot.de/2016/12/prayer-of-mothers.html

Zeitenwende (1/12)


Der Abschied vom alten Jahr wurde in vielen Großstädten Europas von einem massiven Polizeiaufgebot begleitet. Was bringt uns das neue Jahr? 

Das neue Jahr hat mit einem Attentat in Istanbul begonnen. Bei einer Silvesterfeier wurden mindestens 39 Menschen erschossen, viele weitere wurden schwer verletzt. Die amtliche Sprachregelung sei: "Beim Terrorangriff auf das ‚Reina’ ist ein Polizist, der an der Tür Wache stand, als Märtyrer gefallen; 38 weitere Menschen kamen ums Leben." Für die Regierung stünden Menschen, die auf einer Silvesterfeier in einer Diskothek ermordet wurden, nicht auf derselben Stufe wie andere Terroropfer.
Das schreibt zumindest die Welt.

Bei einem Blick zurück ist mir etwas aufgefallen...

1933 Machtergreifung der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler im Deutschen Reich.
... 28 Jahre später ...
1961 Bau der Berliner Mauer, die die Deutsche Teilung endgültig zementiert.
... 28 Jahre später ...
1989 Fall der Berliner Mauer. Ende des Kalten Krieges.
... 28 Jahre später ...
2017 ... die Ereignisse, die wir gemeinsam erschaffen ...

Mein Traum:
Frauen stehen weltweit auf und kommen in ihre Kraft,
die die Kraft der Männer ausgleicht und ergänzt.
Yin und Yang in Balance.
Gleichberechtigung auf Augenhöhe.

Menschen kommen zusammen und erkennen, dass sie gemeinsam in ihrer Vielfalt stark sind.
So stark, dass uns die letzten Regenwälder dieser Erde erhalten bleiben.
Und Wüsten wieder grün werden.
Es ist alles da.

Wir brauchen nur zusammenfinden.
Und den Mut haben, den eigenen Ängsten in die Augen zu sehen.



Für ein glückliches Leben in Frieden auf dieser Erde!
Das wünsche ich uns allen.

Prayer Of The Mothers - Lyrics & Chords:
http://www.yaeldeckelbaum.com/en/112/59

"Women Wage Peace works to bring about a viable peace agreement."
http://womenwagepeace.org.il/en/

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Alle Beiträge zu Silvester 2016/2017:
Zeitenwende (1/12)
Gesundheit (2/12)
Leben (3/12)
Humor (4/12)
Natur (5/12)
Grenzen (6/12)
Internet (7/12)
Musik (8/12)
Liebe (9/12)
Meine Mutter (10/12)
Mein Vater (11/12)
Geburt (12/12)

Bild: 2016-07 in Sieben Linden 

Kommentare (27) 

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahrsfeiern in Europa: Silvester unter Polizeischutz

31.12.2016 22:54 Uhr
Bei den Silvesterfeiern in Berlin und Köln ist es bislang nur zu kleineren Zwischenfällen gekommen. Am Kölner Hauptbahnhof sind der Polizei rund 1000 Personen aufgefallen, die nun kontrolliert werden. Dort wie in vielen anderen europäischen Städten sind zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz.

Weiterlesen:
https://www.tagesschau.de/inland/silvesterfeiern-europa-103.html

1. Januar 2017 | 07.57 Uhr
Vor einem Jahr sendete Köln ein katastrophales Bild in die Welt, das die Diskussion um Flüchtlinge bis heute prägt. Welches Bild gab die Stadt Silvester 2016 ab? Eine Annäherung.

Weiterlesen:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/normal-war-das-nicht-aid-1.6496766

Sonntag, 01. Januar 2017
Die Polizei in Köln will mit Personenkontrollen Sicherheit schaffen. Wer wie stark kontrolliert wird, entscheidet sich offensichtlich nach der Hautfarbe.

Weiterlesen:
http://www.n-tv.de/politik/Wer-feiern-darf-und-wer-nicht-article19445146.html

| 19.01 Uhr
Die Kölner Polizei hat in der Silvesternacht eine Nachricht auf Twitter veröffentlicht – und wird nun für die Wortwahl kritisiert: Die Beamten verwendeten den Begriff "Nafri" für Nordafrikaner. Der Polizeipräsident ist in der Defensive.

Weiterlesen:
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/koeln-polizei-wird-fuer-nafri-aeusserung-auf-twitter-kritisiert-aid-1.6498047

Gemischte Stimmen auf Twitter: